Nicht-loslassen.de - Hintergrund

Ligurien für Kinder und Anfänger

Die folgenden Gebiete sind in den Kletterführern "Finale" und "Oltrefinale" von Andrea Gallo beschrieben. Wenn man sich entscheidet, eins dieser Gebiete zu "beklettern", sollte man auch den entsprechenden Kletterführer erwerben. Zum Einen, weil dort die Anfahrts- und Zustiegswege und die einzelnen Routen sehr ausführlich beschrieben sind und zum Anderen, weil ein Teil der Erlöse wieder in die Erschließung neuer und den Erhalt vorhandener Routen fließt.

"Cava di Rio Fine" bei Borgio Verezzi

Cava di Rio Fine

Dieser ehemalige Steinbruch nahe "Finale Ligure" bietet 10 Routen im Schwierigkeitsbereich 3a bis 6a (3- bis 6+ UIAA-Skala) mit einer Länge von 5 bis 10 Metern. Die Hakenabstände sind so gering (ca. 1 m), daß Anfänger und auch Kinder problemlos vorsteigen können. Die Routen liegen vormittags im Schatten und kommen im Laufe des Tages immer mehr in die Sonne. Von einem Schotterparkplatz nahe Borgio Verezzi hat man ca. 10 Minuten Fußmarsch bis zu dem Klettergebiet. Außerdem sind auf dem "Monte Caprazoppa" noch weitere 57 Kletterrouten im Schwierigkeitsbereich von 4a bis 7b+ (4- bis 9-/9 UIAA-Skala) zu Fuß zu erreichen. Diese sind jedoch durch den sehr langen, steilen und dicht bewachsenen Zustieg eher für erprobte Kletterer geeignet.

Panorama - Cava di Rio Fine

Vom Steinbruch aus (besonders "ganz oben" in den Routen) hat man einen wundervollen Ausblick auf die Meeresbucht von Borgio Verezzi. Schon allein dieses Panorama ist einen Besuch wert. Routen- und Anfahrtsbeschreibungen findet man im Kletterführer "Finale 007" von Andrea Gallo.

"Massi della Duda" bei Caprauna

Massi della Duda

An dieser bis maximal 10 Meter hohen Felswand befinden sich 10 Routen im Schwierigkeitsbereich von 4a bis 5c (4- bis 6 UIAA-Skala) und eine im Schwierigkeitsgrad 6c (7+/8-). Auch hier sind die Hakenabstände sehr gering gehalten. Allerdings hat man zum Sichern nicht die besten Voraussetzungen, da die Fläche am Fuß des Felsens abschüssig und bewachsen ist.
Leider ist auch die Anfahrt sehr beschwerlich. Von Albenga (bzw. der Autobahnabfahrt Albenga) kommend fährt man gut 30 km durch Castelbianco, Nasino, Alto und Caprauna. Dann biegt man rechts auf eine schlecht ausgeschilderte Schotterstraße ab, der man ca. 2,5 km bis direkt an den Fuß des Felsens (ca. 20 m vom Schotterweg entfernt) folgt. Leider sind auf der Schotterstraße immer wieder große Steine und tiefe Schlaglöcher, so daß man mit einem "normalen" PKW nicht schneller als 10 - 15 km/h fahren kann, ohne Angst um seine Ölwanne zu haben. Auch bei Gegenverkehr kann man in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, da die Breite des Weges eindeutig nicht hierfür ausgelegt ist.
Dafür braucht man, einmal angekommen, nicht mehr weit zu laufen und wird bei schönem Wetter mit einem wundervollen Ausblick in alpinem Gelände belohnt. Routen- und Anfahrtsbeschreibungen findet man im Kletterführer "Oltrefinale" von Andrea Gallo.

"Massi di Alto" - Bouldern

Massi di Alto

Das Bouldergebiet "Massi di Alto" liegt nordwestlich von Alto, direkt am "Madonna del Lago". Durch die gut ausgebauten Anfahrtswege und die leichten Boulder (Fb 2b bis 6c) ist es sehr Familien- und Anfängerfreundlich.
Die Landschaft rund um das Heiligtum "Santuario della Madonna del Lago" ist alpin. Der Felsblock auf dem rechten Foto ist mit Abstand der kleinste der vier Boulder, jedoch auch am leichtesten zugänglich. Er liegt direkt neben dem See...oder besser gesagt Teich. ;-)

Massi di Alto

Die anderen Boulder liegen jeweils ein Stück bergab, nahe der Anfahrtsstraße. Sind jedoch teilweise etwas zugewachsen. Dafür ist man der Natur näher und muß nicht den Alleinunterhalter für die Besucher des Heiligtums spielen. Außerdem wird man mit einem wundervollen Ausblick belohnt. Bei schönem Wetter kann man Albenga und das Mittelmeer sehen.

Auf dem Foto leider etwas schlecht zu erkennen: Folgt man dem Tal bis zum Horizont, kann man das Meer sehen.

Boulder- und Anfahrtsbeschreibungen findet man im Kletterführer "Oltrefinale" von Andrea Gallo.


zum Seitenanfang